Blog Filmverstand

Locarno 2020 – eine Alternative

Leinwand, Laptop Pardokuh und Wien
Leinwand, Laptop, Pardokuh und Wien
(c) ch.dériaz

Hätte, würde, sollte, könnte….
2020 ist ein Jahr für Grammatikfans!

 

Am 5. August um 21:30 hätte auf der Piazza Grande in Locarno der Eröffnungsfilm beginnen sollen, es hätte vorher eine kleine, vermutlich launig-feurige Rede von Festivalpräsident Marco Solari gegeben und die künstlerische Leiterin Lili Hinstin wäre, mit neuer Frisur, in ihr zweites Jahr in Locarno gestartet. Mit Glück wäre es eine dieser schönen lauen Tessiner Nächte gewesen und mit Pech wären einige der Plastikstühle unter lautem Krachen unter jemandes Hintern zusammengebrochen.
Dieses Jahr also nicht, weil dieses Jahr alles, was Festivals, was Kultur angeht, anders funktioniert.

Locarno_Secret_screenings Lili Hinstin
Lili Hinstin
©SabineCattaneo_LocarnoFilmFestival
Absage, Online, Online-Live Kombination

Das Festival von Locarno war zunächst komplett abgesagt worden, dann hiess es, die gesamten Kurzfilme würden online gezeigt und auch die Pardinos würden von der Jury vergeben. Ein bisschen später kamen Filme der Open Doors Sektion – dieses Jahr weiter mit Filmen aus Süd-Ost Asien – dazu. Es folgte die Entscheidung, die Hauptpreise an Filme für Übermorgen, Filme also, die wegen des dämlichen Virus nicht fertiggestellt werden konnten, aber schon so weit fortgeschritten sind, dass sie sich einer Jury präsentieren können.
Und dann, vor gar nicht so langer Zeit, fiel die Entscheidung, das abgespeckte, alternative Programm in drei Kinos in Locarno vor Publikum zu zeigen, zusätzlich zum Onlineangebot.
Das Einzige das es dieses Jahr gar nicht geben wird, sind Vorstellungen auf der Piazza Grande.

Locarno für alle

Wer sich also die Mühe macht, auf die Festivalseite zu gehen, findet dort alle Angaben wie und wo, kostenfrei, die Kurzfilme der Pardi di Domani zu sehen sind, oder kann sich Lang- und Kurzfilme aus Süd-Ostasien anschauen oder in der Sonderausgabe A Journey in the Festival’s History ausgewählte Filme der letzten Jahre entdecken oder wiedersehen. Einzig die von Lili Hinstin persönlich ausgesuchten Secret Screenings werden tatsächlich nur in Locarno zu sehen sein, dort heisst es dann, Karte besorgen, ins Kino setzen und sich überraschen lassen.
Aber auch Interviewrunden und Gespräche zu filmrelevanten Themen werden in der Zeit vom 5. bis 15. August online zur Verfügung stehen.
So kann dieses Jahr tatsächlich jeder sich ein bisschen Locarno nach Hause holen, und Filme sehen, die es sonst nicht so leicht zu sehen gibt.

Festival_Leitung_©SabineCattaneo_LocarnoFilmFestival
Festival_Leitung_
©SabineCattaneo_LocarnoFilmFestival
Filme für die Zukunft

Von den zwanzig Filmen –10 nationale und 10 internationale –, die für die Hauptpreise zur Verfügung stehen, wird man als Zuschauer nichts zu sehen bekommen, schliesslich sind die meisten gerade mal angefangen, angedacht, ein bisschen gedreht oder wurden kurz vor dem geplanten Drehbeginn ausgebremst.
Spannend ist diese Variante auf jeden Fall.
Und auf einige der Filme kann man ganz gespannt sein, wie zum Beispiel Cidade;Campo von Juliana Rojas, die mit dem fabelhaften Werwolf Film
As Boas Maniera (Good Manners) begeistert hat. Oder auch der neue Film der Anthropologen Verena Paravel und Lucien Castaing-Taylor De Humani Corporis Fabrica, die mit Leviathan den FIPRESCI Preis der internationalen Filmkritik gewonnen hatten. In der nationalen Auswahl ist von Unrueh, dem nächste Projekt von Cyril Schäublin, nach seinem schräg-spannenden Erstling Dene wos guet geit einiges zu erwarten.

Die Juryentscheidungen werden dann am 15. August, am letzten Festivalabend bekannt gegeben.

Pardo im Regen
Pardo im Regen
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Die Eröffnungszeremonie ist übrigens auch Live online zu sehen:
Am besten also den Computer ins Freie tragen, bequem hinsetzen und Getränke zur Hand haben. Für das ultimative Locarnogefühl: bei jedem Wetter raussetzen, und dann viel Spass bei Locarno 2020.

Master Cheng in Pohjanjoki

Master Cheng Plakat aussen
Master Cheng Plakat aussen
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Sommerliche Romanze auf finnische Art

#FilmTipp

Mika Kaurismäkis romantische Komödie ist echtes Sommerabendkino, fröhlich, witzig, luftig, dabei intelligent und warmherzig mit einer grossen Portion Skurrilität.
Damit wäre eigentlich schon fast alles an Tipp gesagt, aber selbst wenn man kein ausgesprochener Fan romantischer Geschichten ist, ist Master Chengin Pohjanjoki  einen Besuch im Kino wert.

Von Shanghai nach Lappland

Mit seinem kleinen Sohn landet Cheng, ein Spitzenkoch, in einem finnischen Nest. Eine Tankstelle, ein Imbissrestaurant, grummelige Typen und sonst eigentlich nur Landschaft.
Der letzte Ort also, den man einem chinesischen Städter empfehlen würde. Höflich und beständig befragt er alle Dorfbewohner nach einem mysteriösen Herrn Fongtron. Alles von Drogen- und Menschenhandel bis zu düsteren Geheimnissen scheint möglich; wer ist Cheng, wer ist Fongtron und wo ist eigentlich die Mutter des kleinen Jungen?
Als eine chinesische Reisegruppe den Imbiss stürmt, retten Changs Kochkünste die Situation, fortan kocht und bekocht er Touristen sowie skeptische Einheimische.
Kulturclash und traditionelle chinesische Küche, finnische Kauzigkeit und chinesische Höflichkeit, Verstehen, Missverstehen, Sauna und Tango, alles geht zusammen.

Master Cheng
Master Cheng
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Und alles löst sich nicht ohne Charme und Witz auf, ohne dabei die Intelligenz des Zuschauers zu unterfordern.
Am Ende ist man freundlich beschwingt und möchte weniger eine Romanze als eine gute chinesische Mahlzeit und so schnell wie möglich eine Reise nach Lappland buchen.

Trotzdem Kino

Die erste Vorstellung des Films war so ausverkauft wie derzeit möglich, heisst, bei Beachtung der Abstandsregeln und mit Maskenpflicht bis zum Sitzplatz, war es voll.
Das ist schön. Auch wenn einige Zuschauer in der Zeit des heimischen Sofakinos wohl vergessen haben, dass man in einem Saal voller andere Zuschauer nicht alles und jeden laut kommentieren muss.
Ins Kino gehen scheint diesen Sommer auf jeden Fall wieder Zulauf zu haben, gut so.

Master Cheng in Pohjanjoki läuft im Filmcasino in Origanlversion (Chinesisch, Finnisch, Englisch)

Filmcasino Master Cheng
Filmcasino Master Cheng
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Zombies und Wildleder

Stadtkino_Zombi Child
Stadtkino_Zombi Child
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FilmTipp im Dopplepack

Weil es so lange kein Kino gab, diesmal gleich ein Doppeltipp, schliesslich muss man ja irgendwie das Verpasste aufholen. Zwei französische Filme, zwei eigenwillige Geschichten, ernsthafter der eine, schräger der andere.

Voodoo und Rap

Wer bei Zombi Child von Bertrand Bonello an schwankende, grunzende und vor allem blutrünstige Gestalten denkt, wird enttäuscht sein. Allen anderen sei der Film wärmstens empfohlen.
Erzählt werden gleich mehrere Geschichten oder Stränge miteinander verwobener Geschichten, in verschiedenen Zeitebenen. Teils 1962 in Haiti, teils heute in einem Eliteinternat in Frankreich. Orte und Zeiten wechseln, lassen kleine Spannungsbögen kurz hängen, wechseln hin und her, aber auch innerhalb der Zeiten und Orte wird nicht immer linear erzählt. Ereignisse bedingen sich, gehören zusammen, aber was Ursache und was Wirkung ist, bleibt auch immer wieder offen. Einerseits die Geschichte des Grossvaters in Haiti, der zum Zombie gemacht wird, aus Rache, aus Berechnung, um wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen, seiner Erinnerung und seiner Freiheit beraubt, andererseits in Frankreich die Geschichte seiner Enkelin, die das Internat besucht. Zusammen ergibt das eine märchenhafte Mischung aus Brauchtum, Überlieferung, Erwachsenwerden und der Frage nach Zugehörigkeit.

Zombi Child_Plakat
Zombi Child_Plakat
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Mélissa, die Enkelin des Zombies, lebt zwei Traditionen, die ihrer Heimatinsel, Kolonialismus inklusive, und die Frankreichs, wo sie als Tochter einer Ordensträgerin der Ehrenrennlegion Anspruch auf einen Platz im altehrwürdigen Internat hat, Voodoo und Rap geben sich hier die Hand.
Und auch hier sind die Antworten nicht eindeutig, bewegen sich in Raum und Zeit, verschieben sich, je nach Perspektive. Das mag verwirren, aber hauptsächlich ist das spannend-schön und ganz am Ende fast ein wenig kitschig.
Der Film läuft zurzeit im Stadtkino.

 

 

Votivkino
Votivkino
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Durchgedrehte Wildlederjacke
Le Daim Filmplakat
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Wer sich an dem (schwachsinnigen) deutschen Verleihtitel: Monsieur Killerstyle orientiert und nicht weiter nachliest, worum es in Quentin Dupieux Film Le Daim (Wildleder, aber auch Hirsch) geht, mag hier eine böse Überraschung erleben. Auch das Plakat wird dem Film nicht gerecht und scheint eher zu einer albernen, kleinen Komödie zu gehören.

Zum Glück ist das nicht der Fall.

 

Was man bekommt, wenn man den Film trotzdem anschaut, ist eine schräge Geschichte voller Wahn und Witz, mit surrealen Dialogen zwischen der Wildlederjacke und ihrem Träger, mit wüstem Gemetzel und einem Einblick in die Obsession des Filmemachens. Das alles kurzweilig erzählt und brillant beendet. Einzig die etwas matschigen Filmbilder stören etwas, vor allem am Anfang, bevor man atemlos und lachend der Geschichte folgt.
Le Daim läuft zurzeit im Votiv Kino.

 

Abgelenkt und abgekühlt
Sommerliches Kino
Zombi Child- sommerliches Kino
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In allen Kinos wird weiterhin auf Hygiene und Abstand geachtet. Es gibt Warnhinweise und Desinfektionsmittel und die Kinokarten werden nicht abgerissen, sondern nur angeschaut, wirklich voll sind die Säle, vielleicht wegen des sommerlichen Wetters, zurzeit noch nicht. Wer also auf andere Gedanken kommen will und dabei bequem im Kühlen sitzen will, sollte dringend den einen oder anderen Besuch im Kino seines Vertrauens in Erwägung ziehen.

 

 

Abstands Hinweise
Abstandsregeln und Hinweise
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Diagonale 2020 – Die Preise

Diagonale 2020_Preise
Diagonale 2020_Preise
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Die Unvollendete, doch ein bisschen vollendet

Eigentlich hätten die Preise der Diagonale Ende März vergeben werden sollen, am Ende einer Woche voller Filme, Gespräche und Begegnungen, auf einer Bühne, Rahmenprogramm inklusive. Dass dieses Jahr anders ist, hat sich langsam reichlich genug gezeigt.

Anders als einige andere ausgefallene Festivals, hatte sich die Diagonale entschieden, weder online zu gehen noch ein „abgespecktes“ Programm zu zeigen oder den Termin zu verschieben. Und so gab es einiges an Organisation, Terminkoordinierung und Klärungen, bevor die Jurymitglieder die Diagonale-Filme online anschauen, besprechen und bewerten konnten, aber jetzt ist es vollbracht, die Preisträger stehen fest.
Das ist wichtig.
Wichtig für die Filme/Filmemacher, wichtig aber auch für diejenigen, die die Preise stiften. Filmpreise sind auf mehreren Ebenen ein Wirtschaftsfaktor, der Wegfall also wirtschaftlich schwer verdaulich.

Die Preise

Der Abräumer des „Abends“ ist Sandra Wollners The Trouble With Being Born, der sowohl den Grossen Diagonale Preis Spielfilm bekam, als auch für den besten Schnitt (Hannes Bruun), das beste Sounddesign (Peter Kutin), und den besten Schauspieler (Dominik Warta ) ausgezeichnet wurde.

The trouble with being born
The trouble with being born
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Nicht unerwartet und zu Recht geht der Grosse Preis Diagonale Dokumentarfilm an Sabine Derflinger für DIE DOHNAL Frauenministerin / Feministin / Visionärin. Der Film läuft weiterhin in den Kinos, wer ihn noch nicht gesehen hat, kann und sollte das jetzt nachholen.

 

Space Dogs Plakat in Locarno
Space Dogs Plakat in Locarno
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Eine besondere Freude ist der Preis für die beste Kamera Dokumentarfilm.
SPACE DOGS lebt vom ruhigen, geduldigen (Kamera) Blick Yunus Roy Imers. Der Film kommt im Herbst in die Kinos.

 

 

 

Little Joe_Szenebild
Little Joe_Szenebild
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Auch hochverdient und erfreulich der Preis Szenenbild an Katharina Wöppermann für Little Joe, auch hier hat ihre künstlerische Leistung einen riesigen Anteil am Erfolg des Films.

 

 

Alle Preise gibt es hier.

Die Diagonale live erleben kann man dann vom 16. bis 21. März 2021 in Graz.

Endlich wieder ins Kino

Admiralkino (c) ch.dériaz
Admiralkino
(c) ch.dériaz

Ins Kino gehen, endlich

Seit dem 19.Juni spielen, zumindest in Wien, die Programmkinos wieder.
Zeit also, endlich wieder ins Kino zu gehen.
Allerdings gilt es einiges zu beachten, zum Beispiel rechtzeitig Karten reservieren, frühzeitig kommen, um diese Karten in Empfang zu nehmen.

Abstand halten im Saal (c) ch.dériaz
Abstand halten im Saal
(c) ch.dériaz

Und da zwischen jedem Zuschauer, der mit seinem Sitznachbarn nicht in einem Haushalt lebt, ein Sitz frei bleiben muss, gilt es, lieber etwas früher in den Kinosaal zu gehen, um ein brauchbares „Schachbrettmuster“ zusammenzubringen.
Trotzdem: endlich wieder Kino im Kino.

Der Film

 

Die Perfekte Kandidatin (c) ch.dériaz
Die Perfekte Kandidatin
(c) ch.dériaz

Die Perfekte Kandidatin von Haifaa Al-Mansour ist nach Das Mädchen Wadjda eine weitere Saudi Arabisch-Deutsche Koproduktion der Regisseurin. Die Erwartungen sind hoch, denn mit Das Mädchen Wadjda hat sie bezaubert und begeistert.
Und obwohl auch in Die Perfekte Kandidatin ein durchaus interessantes und wichtiges Thema verhandelt wird, bleibt die Geschichte zu dünn.
Eine junge Ärztin in einem Unfallkrankenhaus, die eigentlich nur zweierlei will, die Strasse vor der Ambulanz endlich asphaltiert sehen und einen gut bezahlte Stelle in einem Krankenhaus in Dubai bekommen. Doch plötzlich findet sie sich als Gemeinderatskandidatin wieder. Dass das natürlich nicht einfach so ein kleiner lokaler Wahlkampf wird, ist klar. Aber es ist nicht genug, da hilft es auch nicht, dass parallel die Geschichte der Musikgruppe ihres Vaters erzählt wird, zumal diese Geschichte völlig blutleer bleibt. An sich gäben beide Handlungsstränge einiges an Potenzial her, aber sie sind zu vage gehalten, die Konflikte bleiben sehr an der Oberfläche, lösen sich irgendwie in Luft auf, und verpuffen dadurch.
Dass am Ende auch noch der mies gelaunte alte Patient, der sich anfangs nicht mal von der Ärztin anschauen, geschweige denn anfassen lassen will, sich nicht nur bei ihr für die Behandlung bedankt, sondern eine Art Wahlkampfrede zu ihren Gunsten vorträgt, geht gar nicht.

Nettigkeit und Koproduktion

Es stellt sich die Frage, ob eventuell Teile dieser gefälligen Geschichte so und nicht anders ausgefallen sind, um alle geldgebenden Seiten zufriedenzustellen. Teile der deutschen Finanzierung kommen vom NDR, so wird der Film ohne grosse Aufregung im Fernsehen zur Hauptsendezeit laufen können. Schade ist, dass ein so wichtiges Thema wie Frauenrechte in streng islamischen Staaten in Seichtigkeit und Zuckerguss ertrinkt.

Einlass (c) ch.dériaz
Einlass
(c) ch.dériaz
Trotzdem

Es ist schön wieder ins Kino zu gehen, im dunklen Saal auf eine grosse Leinwand zu schauen, sich darüber zu ärgern, dass von hinten jemand beständig gegen die Sitzlehne tritt, dass laut knisternd im Saal gefuttert wird und dass es immer, wirklich immer, Leute gibt, die ihrem Sitznachbarn halb geflüstert den Film erklären.

Ich hab das vermisst.

Das Kino leuchtet wieder (c) ch.dériaz
Das Kino leuchtet wieder
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Der Film läuft in Wien in folgenden Kinos in Originalfassung:
Admiral Kino
, Votivkino , DeFrance

Kino, Kunst und Kommerz

Pardokuh will ins Kino (c) ch.dériaz
Pardokuh will ins Kino
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Film: Kunst und Industrie

Langsam kommt Bewegung in die pandemische Trägheit!

Nicht nur einkaufen ist wieder möglich, auch essen gehen mit Freunden und – ab Mitte Juni – werden die Kinos ihre Säle wieder dem Publikum öffnen dürfen.
Zeit wurde es ja.
Es sieht sogar langsam so aus, als ob auch Dreharbeiten wieder möglich werden. Von Konzepten beim Dreh und sogar von finanziellen Sicherheiten, bei Ausfällen,  ist die Rede.

Vielleicht war das Aufschreien vonseiten der österreichischen Kunst- und Kulturschaffenden dann doch laut genug, dass sich die verantwortlichen Stellen zusammengesetzt haben; es scheint Pläne und Ideen zu geben, nach denen eine grosse Anzahl Kollegen demnächst wieder Geld verdienen könnten.
Das alles darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es da ein fundamentales Verständnisproblem gibt.

Kein Hobby

Filmschaffende sind keine verrückten Hobbybastler. Nur weil vielen die Arbeit Spass macht, qualifiziert das die Arbeit längst nicht zum Hobby oder Zeitvertreib runter.
Wenn man von Filmwirtschaft oder auch Filmindustrie spricht, ist das kein hübsches Synonym, weil man nicht zum dritten Mal Filmemacher/Filmschaffende oder Ähnliches sagen oder schreiben mag. Film ist ein Geschäft, manche verdienen daran sogar sehr viel, also wirklich viel Geld, und sehr viele verdienen damit einfach ihren Lebensunterhalt.
Das unterscheidet Menschen bei Film und Fernsehen dann nicht so sehr von allen anderen arbeitenden Leuten. Aber aus irgendwelchen unklaren Gründen hat sich das nie richtig etabliert im kollektiven Denken. Und so bleiben viele im Schatten, ihre oft prekären Arbeitsverhältnisse sind selten bis nie Thema, ist ja nur Film.

Genug von DVDs (c) ch.dériaz
Genug von DVDs
(c) ch.dériaz

Aber Film ist das, womit sich sehr viele Leute, während sie selber darauf warten, oder gewartet haben, wieder an ihre Arbeitsplätze zu gehen, die Zeit vertrieben haben und vertreiben werden. Film ist Teil der allgemeinen Freizeitkultur.

Diese Filme muss aber jemand herstellen. Drehbücher muss jemand schreiben, Regie führen, Kamera führen, schneiden, Kostüme und Masken müssen erdacht und erstellt werden, Tricks ausprobiert und umgesetzt werden etc. Wer sich eine Vorstellung machen möchte, wie viele Kollegen an einem Film gearbeitet haben, kann ja beim nächsten Kinobesuch den ganzen Abspann anschauen, oder beim Abspann im Fernsehen, selbst wenn der haarsträubend kurz ist und sehr schnell läuft, nicht wegschalten.

Eine Lobby muss her

Wir müssten also darüber reden, dass das Produkt, das die Filmindustrie herstellt, wie jedes andere Produkt auch, gekauft, also bezahlt werden muss; damit die Produzierenden ihr Leben finanzieren können, damit auch demnächst noch Filme zu sehen sind, damit der Zuschauer, also der Konsument, nicht nur Wiederholungen alter Kamellen zu sehen bekommt. Die Filmwirtschaft kann nicht unwichtiger sein als die Fussballbundesligen (der Männer), hier wäre eine starke Lobby gefragt, oder zumindest starke, interessierte und informierte Zuschauer.

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In den letzten zwei Monaten haben sich viele Filmfestivals im Internet abgespielt, was wichtig war und ist, sowohl für die Filmemacher als auch für die Sponsoren, und viele Filmschaffende haben in den letzten zwei Monaten Werke, ihre Werke, gratis ins Internet gestellt. Das ist schön, das hat die Künstler und die Zuschauer abgelenkt und Freude bereitet. Aber es hat womöglich auch den falschen Glauben genährt, dass es Kunst gratis gibt, dass Kunst so nebenbei entsteht und ihr Wert nichts wert ist.
Das wäre schade, sehr schade.
Wir sind ein integraler Teil der Wirtschaft und ohne das was wir kreieren wäre die Welt ganz schön farblos, die Freizeit ganz schön leer.
Jemand muss, wie in Leon Lionnis schönem Kinderbuch „Frederick die Maus“, die Farben, das Licht und die Gerüche sammeln und aufbereiten, um sie später mit allen zu teilen.
Film ist kein Luxus, Film ist lebenswichtig.

Filmfestival online im Praxistest

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Screenshot_Lazarus’ Hunger

Visions du Réel online ansehen

Die Idee, das Festival ins Internet zu „verlegen“, ist gut, allerdings gibt es einige Hürden und Schwierigkeiten.
So muss man sich erstmal durch das Kleingedruckte auf der Festivalseite lesen, um zu verstehen, dass man einen Account anlegen muss.
Ist dies dann erledigt, stellt man leider fest, dass die Langfilme der Nationalen-, also Schweizerauswahl nur in der Schweiz zu sehen sind.
Verständlich, aber schade.
Die Langfilme international sind erst ab der kommenden Woche abrufbar.
Auch das Limitieren der Zugriffsmöglichkeiten schafft Festivalgefühl, sorgt aber auch dafür, dass man eventuell schon zu spät ist, um bestimmte Filme anschauen zu können.

Der erste Versuch klappt wunderbar

Drei Kurzfilme aussuchen und nach kürzester Zeit gibt es die Bestätigungsmails, es kann losgehen.

Tente 113, Idomèni von Henri Marbacher, behandelt das Thema Flucht, Asyl, Schlepper und überfüllte Lager. Die schwarz-weiss Animation erinnert an böse Graphic Novels und schafft dadurch Abstraktion aber auch Spannung und Nähe.

Lazarus’ Hunger von Diego Benevides, erzählt in traumhaften Bildern von einem eigenwilligen Ritual rund um den heiligen Lazarus und streunenden Hunde in Brasilien.

I Bought a Time Machine von Yeon Park, beginnt mit einer guten Grundidee, zeigt aber eine eher langweilige visuelle Umsetzung. Und so verpufft die Geschichte der bei Ebay gekauften Zeitmaschine in den faden Bildern.

Der nächste Versuch

Die neue Auswahl, diesmal mittellange Filme anzuschauen scheitert.
Einloggen geht, Film auswählen geht, aber dann geht nichts mehr.
Und natürlich sind einige Filme tatsächlich schon „ausreserviert“.
Nach mehr als zwei Stunden fröhlicher Versuche Filme auszuwählen und daran zu scheitern, dann plötzlich 11 (elf) Bestätigungsmails für zwei Filme!
Na immerhin, es kann also weiter gehen.

Trouble Sleep von Alain Kassanda zeigt eine wilde Choreografie um Taxifahrer in Nigeria. Menschen, Autos, Staub, Farben, alles scheint durcheinanderzuwirbeln, nur wer eingeweiht ist, findet seinen Weg durch das innere und äussere Chaos; sehr musikalisch, sehr schön.

We Are Russia von Alexandra Dalsbaek, junge Russen, die 2018 Navalnys Wahlkampf unterstützt haben. Monatelang in kleinen, meist ruhigen, Protestaktionen, mehr beständige Nadelstiche als Grobheiten, stellen sie sich immer wieder auch der Staatsgewalt in Form von Polizei und Gerichten in den Weg. Die Kamera folgt ihnen, manchmal zwar etwas hektisch, aber doch spannend.

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Screenshot_sold out
Resümee

Filmfestival vom heimische Sofa aus funktioniert. Auf der positiven Seite steht, man sitzt bequem, man muss sich nicht um den Sitzplatz streiten, Getränke der Wahl stehen bereit.
Dafür entsteht aber eben kein wirkliches Festivalgefühl, es fehlt die Atmosphäre im Kinosaal, das Publikum, der Applaus, die unmittelbare Reaktion. Man braucht Konzentration um nicht abgelenkt zu werden und den Filmen die zustehende Aufmerksamkeit zu widmen. Ein klein Wenig Festivalgefühl entsteht, während man auf Rückmeldung der Buchung wartet, oder feststellt, dass man für den gewünschten Film zu spät ist.

Alles in allem aber ist die Online Version eines Filmfestivals der völligen Absage vorzuziehen, allein aus Respekt vor der Arbeit der Filmschaffenden.
Mehr Filme aus Nyon hier und ab heute dann auch zur Auswahl Crossing Europe online.

Filmfestivals in Quarantäne

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Filmfestivals suchen alternative Wege

Die ersten Festivals, die aufgrund des Virus und der daraus folgenden Kontakt- und Versammlungssperren, abgesagt werden mussten, waren noch zaghaft mit dem Zeigen des Programms im Internet. Mittlerweile ändert sich das stark.
Festivalleiter suchen nach Wegen und Möglichkeiten ihre sorgsam ausgewählten Programme doch auf die eine oder andere Art an den Zuschauer zu bringen.

 

Der schweizer Weg

 

VisoinsDuRéel_onlineProgramm
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Das Dokumentarfilmfestival Visions du Réel hätte am 17. April seine 51. Ausgabe starten sollen. Statt aber im schweizerischen Nyon Filme in Kinos zu schauen, stellt das Festival das gesamte Programm online auf seiner Webseite zur Verfügung.

 


Die 14 internationalen Dokumentarfilme sind vom 25. April bis 2. Mai online zu sehen, die 13 nationalen (also schweizerischen) Dokumentarfilme sind vom 17. bis 29. April online. Die Burning Lights Sektion, mit 15 Filmen, die sich einer neuen, experimentellen Filmsprache bedienen, ist vom 25. April bis 2. Mai online.
Und auch die Filme der Regisseurin Claire Denis, der dieses Jahr ein Ehrenpreis zugedacht ist, werden online gezeigt. Wer also so beeindruckende Filme wie Beau travail oder White Material sehen oder wiedersehen möchte, kann das von 17. April bis 13. Juni machen.

Es werden aber nicht nur die Filme für ein hoffentlich grosses, interessiertes Publikum zur Verfügung gestellt, auch die Jury wird ihrer Arbeit nachgehen. Es wird also auch in diesem Jahr prämierte Filme geben. Beides, das Gesehenwerden wie auch der Gewinn von Preisen ist extrem wichtig für die Filmschaffenden und den Fortbestand der Filmindustrie.
Das Programm, mit allen Informationen, Trailern und Filmbeschreibungen ist auf der Festivalseite zu finden.

 

Der österreichische Weg

 

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In Linz hätte vom 21. bis 26. April die 17. Ausgabe des Festivals Crossing Europe stattfinden sollen.
Unter dem Titel: Das wär’s gewesen präsentiert das Festival sein Programm und unter Crossing Europe 2020 Extracts werden ausgewählte Filme auch hier online zur Verfügung gestellt.

 

Eröffnung anders

 

CrossingEurope_Micha ShagrirFilm (c) ch.dériaz
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Am 21. April wird es ab 20 Uhr live eine virtuelles Opening geben.
Festivalleiterin Christine Dollhofer wird Livegäste begrüssen und Michael Pfeifenbergers Dokumentarfilm The Linzer Candyboy, über den israelischen Regisseur Linzer Herkunft, Micha Shagrir, wird in Österreichpremiere gezeigt, gefolgt von Musikvideos diverser Linzer Künstler.

Darüber hinaus wird es auf der Plattform KINO VOD CLUB ausgewählte Filme des 2020 Programms ab 21. April für einen Monat zu sehen geben.
Nur einer von vielen, aber eindeutig eine Empfehlung: Ivana Cea Groaznica (Ivana die Schreckliche) von Ivana Mladenović, der in Locarno letztes Jahr mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet wurde.

In Linz wird es vorerst keine Preisträger geben, eventuell werden im Herbst, so es dann wieder “echtes” Kino gibt, in den Sektionen Local Artists und Kurzfilm, Preise vergeben.

All diese neuen, alternativen Wege können natürlich ein Filmfestival nicht ersetzen, sie sind ein brauchbares Mittel, um die Filmindustrie am Leben zu halten, um Zuschauer zu halten, oder eventuell sogar neue Zuschauer zu erreichen. Aber ein echter Ersatz für den Austausch zwischen Filmschaffenden untereinander und mit ihrem Publikum könne solche Wege nicht sein.

Trotzdem, wer sich schon immer gefragt hat, wie das wohl ist, 4 bis 5 Kinovorstellungen pro Tag, mehrere Tage hintereinander zu besuchen, kann das ja auf diesem Weg mal testen.

# Film in progress

Die Pardokuh mit Schutzmaske (c) ch.dériaz
DIe Pardokuh mit Schutzmaske
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Schneiden im Shutdown

 

Als Cutter ist man es ja gewohnt alleine zu arbeiten. Das heisst, alleine mit dem Werkzeug des Vertrauens und dem Material.
Was aber, wenn kein Material gedreht werden kann?
Was schneiden, wenn alle – oder fast alle – Aufträge storniert oder verschoben wurden?
Über die diversen Berufsverbände und andere Plattformen zur Vernetzung von Filmschaffenden trudeln Informationen ein wie man sich, als oft prekär Beschäftigter, vor dem wirtschaftlichen Ruin retten kann. Was man aber mit der Verordneten Nichtkreativität machen soll, bleibt jedem selbst überlassen.

Der Aufruf

Aber dann: ein Aufruf des Kollegen Oliver Driemel zu Kreativität und gegen Langeweile in den vier Homeschneideraum Wänden!
Ein Film soll entstehen, ähnlich wie das Kinderspiel, bei dem jeder etwas zeichnet und der nächste daran anknüpft. Heisst, jeder dreht ein Stück Film in seinem Umfeld, der nächste übernimmt den Faden, knüpft an, entwickelt weiter.
Das klingt spannend.
Also, anmelden und mitmachen, warten auf die „Los-geht’s“-E-Mail.

Los geht’s
to be continued...aber wie? (c) ch.dériaz
to be continued…aber wie?
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Die kommt dann, etwas überraschend, gegen 20 Uhr.
Das ist für die Lichtsituation natürlich nur bedingt klasse, aber gut.
Also, anschauen, was die letzten Kollegen gebastelt haben, Infovideo anschauen, nachdenken…..


Diverse Versuche mit dem Handy zu drehen scheitern, das geht so alles nicht:
zu dunkel, Handy festhalten, drehen und schneiden – nein, das geht so nicht.
Also Photoapparat, für den gibt es ein Stativ – schon viel besser.
Hinsetzen, „spielen“, drehen, anschauen, noch mal drehen, anschauen… so geht das eine Weile lustig dahin.
Und dann: der voll geladene Akku ist leer!

Der Avid fährt hoch (c) ch.dériaz
Der Avid fährt hoch
(c) ch.dériaz

Egal, vielleicht reicht das Material ja. Also alles in den Avid laden, schneiden und: ja, es reicht, die Idee funktioniert.
Die letzte Etappe, den fertigen Clip hochladen auf die Webseite und an den letzten Clip anhängen. Beim Kürzen des Vorgängerclips geht ein wenig der Musik verloren. Warum das denn? Keine Ahnung!


Alles in allem: ein grosser Spass, ein tolles Konzept, das – einmal mehr – zeigt, dass Cutter/Editoren/Schnittmeister mehr sind als „Knöpfchendrücker.

Der Film in progress kann hier gesehen werden.

Diagonale 2020 – Die Unvollendete

DiagonaleReport_Homeoffice_1 (c) ch.dériaz
DiagonaleReport_Homeoffice_1
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Abgesagt aber nicht unsichtbar

Die Unvollendete, diesen schönen, musikalischen Titel haben die Diagonaleleiter Sebstian Höglinger und Peter Schernhuber ihrer abgesagten Ausgabe gegeben.
Gleichzeitig haben sie jetzt tatsächlich einen kreativen Weg gefunden, zumindest einige der Filme fürs Publikum sichtbar zu machen.

Diagonale goes Online

Geplant war die diesjährige Ausgabe vom 24.3. bis 29.3. in diesem Zeitraum werden jetzt an verschiedenen Orten im Internet Diagonale-Filme gezeigt.
FM4, das „Jugendkulturadio“ des ORF bietet auf seiner Webseite Livestreams an:

Am 24. März 3freunde2feinde von Sebastian Brauneis um 20:15 und um 23 Uhr.
Am 25. März um 20:15 läuft an gleicher Stelle Robin’s Hood von Jasmin Baumgartner
und am 26. März um 20:15 gibt es ein Kurzfilmfilmprogramm

Der wunderbare Dokumentarfilm Die Dohnal von Sabine Derflinger wird vom 27. März bis 3. April im KINO VOD CLUB gezeigt. Dort gibt es auch weitere, von Schernhuber und Höglinger kuratierte, aber ältere, Diagonale Filme zu sehen.

Kino zu Hause

Nichts davon kann ein Festival ersetzen, aber es gibt immerhin einen kleinen Einblick in das, was hätte sein können. Und auch das Livestreamen zu festgesetzter Uhrzeit vermittelt, ein klein wenig, Kinogefühl.
Man kann sich also, allein oder mit den erlaubten Mitbewohnern, dem Getränk der Wahl, die Beine hochgelegt, vor einen ausreichend grossen Bildschirm setzen und – hoffentlich – geniessen. Und, wer weiss, vielleicht kann man ja auch zu Hause für ein bisschen Glamour sorgen.

 

DiagonaleReport_Homeoffice (c) ch.dériaz
DiagonaleReport_Homeoffice
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