
Das Monster unterm Bett
Vermutlich alle Kinder haben zu irgendeinem Zeitpunkt ein Monster unterm Bett.
Ein Monster, das je nach Veranlagung und Phantasie seine Form und Grösse und seinen Schreckfaktor an das Kind anpasst.
In Bryan Fullers Dust Bunny lebt der titelgebende Hase unter Auroras Bett und verschlingt alle, die den Fussboden berühren.
Kindergeschichte nicht für Kinder

Nachdem das Monster sich ihre Eltern geschnappt hat, sucht sie Hilfe bei ihrem Nachbarn.
Der alternde Auftragskiller, den sie für eine Art Ritter im Kampf gegen Monster hält, geht auf ihre phantastische Geschichte ein, bietet aber, für sich und erwachsenen Zuschauer, mögliche und eher gängige verbrecherische Gründe für das Verschwinden.
Ein bisschen „Leon der Profi“, eine Prise „Gloria“ und viel poppiger Grusel, bestehend aus eher dürftigen visuellen Effekten. Tatsächlich stört die mässige Qualität der visuellen Umsetzung nach kurzer Zeit nicht mehr, zumindest, wenn man sich auf die Geschichte und auf Aurora einlässt.
Der Film ist, bei aller kindlicher Perspektive, definitiv nicht für Kinder geeignet; zu viel Tote, zu viel verbaler Sarkasmus, mal offensichtlich, mal zwischen den Zeilen.
Popcornkino
Spass macht der Film all jenen, die einen Sinn für abseitigen Humor haben, kinderbunte Phantasiewelten aushalten und die Mads Mikkelsen und Sigourney Weaver als schräge Killer bewundern möchte.
Tempo und erstaunliche Wendungen gibt es dann noch obendrauf. Intellektuellen und cineastischen Anspruch sollte man an den Film allerdings nicht stellen, aber dafür gibt es immerhin keine erhobenen Zeigefinger.

Der Film läuft in Wien, auch im Original, noch in diversen Cineplexx Kinos.