# Film in progress

Die Pardokuh mit Schutzmaske (c) ch.dériaz
DIe Pardokuh mit Schutzmaske
(c) ch.dériaz

Schneiden im Shutdown

 

Als Cutter ist man es ja gewohnt alleine zu arbeiten. Das heisst, alleine mit dem Werkzeug des Vertrauens und dem Material.
Was aber, wenn kein Material gedreht werden kann?
Was schneiden, wenn alle – oder fast alle – Aufträge storniert oder verschoben wurden?
Über die diversen Berufsverbände und andere Plattformen zur Vernetzung von Filmschaffenden trudeln Informationen ein wie man sich, als oft prekär Beschäftigter, vor dem wirtschaftlichen Ruin retten kann. Was man aber mit der Verordneten Nichtkreativität machen soll, bleibt jedem selbst überlassen.

Der Aufruf

Aber dann: ein Aufruf des Kollegen Oliver Driemel zu Kreativität und gegen Langeweile in den vier Homeschneideraum Wänden!
Ein Film soll entstehen, ähnlich wie das Kinderspiel, bei dem jeder etwas zeichnet und der nächste daran anknüpft. Heisst, jeder dreht ein Stück Film in seinem Umfeld, der nächste übernimmt den Faden, knüpft an, entwickelt weiter.
Das klingt spannend.
Also, anmelden und mitmachen, warten auf die „Los-geht’s“-E-Mail.

Los geht’s
to be continued...aber wie? (c) ch.dériaz
to be continued…aber wie?
(c) ch.dériaz

Die kommt dann, etwas überraschend, gegen 20 Uhr.
Das ist für die Lichtsituation natürlich nur bedingt klasse, aber gut.
Also, anschauen, was die letzten Kollegen gebastelt haben, Infovideo anschauen, nachdenken…..


Diverse Versuche mit dem Handy zu drehen scheitern, das geht so alles nicht:
zu dunkel, Handy festhalten, drehen und schneiden – nein, das geht so nicht.
Also Photoapparat, für den gibt es ein Stativ – schon viel besser.
Hinsetzen, „spielen“, drehen, anschauen, noch mal drehen, anschauen… so geht das eine Weile lustig dahin.
Und dann: der voll geladene Akku ist leer!

Der Avid fährt hoch (c) ch.dériaz
Der Avid fährt hoch
(c) ch.dériaz

Egal, vielleicht reicht das Material ja. Also alles in den Avid laden, schneiden und: ja, es reicht, die Idee funktioniert.
Die letzte Etappe, den fertigen Clip hochladen auf die Webseite und an den letzten Clip anhängen. Beim Kürzen des Vorgängerclips geht ein wenig der Musik verloren. Warum das denn? Keine Ahnung!


Alles in allem: ein grosser Spass, ein tolles Konzept, das – einmal mehr – zeigt, dass Cutter/Editoren/Schnittmeister mehr sind als „Knöpfchendrücker.

Der Film in progress kann hier gesehen werden.

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