#FilmTipp Fall Guy

 

Artis Kino, Wien
(c) ch.dériaz

 

 

Stuntman oder Sündenbock

 

Auch wer die Serie aus den 80er Jahre über den Stuntman Colt Seavers nicht kennen, kann Freude an Fall Guy von David Leitch haben.
Allerdings sollte man dringend Spass an Action-Komödien haben. Spass daran, dass gefühlt jede Sekunde im Film irgendetwas explodiert, durch die Luft fliegt, brennt oder halsbrecherisch über Hindernisse springt.

 

In die Luft gejagt

Grob geht es um den Stuntman Colt Seavers, der nach einem Unfall beim Dreh eines Actionfilms schwer verletzt wird. Daraufhin stockt die zart beginnenden Romanze mit der Kamerafrau Jody.
Zeitsprung ins Hier und jetzt der Geschichte: Jody führt Regie, Colt wird von der Produktion für Stunts engagiert, soll aber parallel dazu den verschwundenen schnöseligen Hauptdarsteller finden und zurückbringen.
Zu diesem – recht frühen – Zeitpunkt im Film ist zweierlei klar: Die Romanze wird gut enden, und es werden noch viel mehr Lastwagen, Helikopter, Menschen und Autos durch die Luft fliegen. Eine klassische Heldenreise beginnt.

Film im Film

Dieser Film im Film macht sich dabei gnadenlos über alles lustig: über Stuntmen, über Action-Stars, über Dreharbeiten und über Romanzen.
Nachdem die Frage: darf Colt Jody am Schluss küssen aus dem (filmischen) Weg ist, ist der Weg für wilden Action frei. Der Zuschauer weiss den Film über nie mehr, als der Held, was eindeutig die Spannung hebt, was Wendungen glaubhaft macht, weil gar nicht versucht werden muss, diese im Vorfeld schon anzudeuten.
Während die Filmgeschichte mit zwei Realitätsebenen spielt: Hier Stunts, die geplant und sicher sind, dort Gefahr für Leib und Leben ohne Absicherung, hat der Zuschauer die dritte Ebene, in der alles sicher und geplant ist, eine Ebene, die für zusätzliche Komik sorgt.

 

Spannung

Auch wenn keine Sekunde Zweifel am erfolgreichen Ende der Geschichte besteht, hält der Film die Spannung über die gesamte Länge von etwas mehr als zwei Stunden mühelos. Und egal wie wahnsinnig die Crashs und Stunts sind, der Film bleibt familientauglich, wesentlich mehr als blaue Flecken bekommt niemand ab.
Fall Guy ist laut, schnell und lustig und drückt einen beim Schauen fest und tief in die Kinositze. Auf alle Fälle sollte man wirklich bis zum Ende im Kino bleiben, setzt der Schluss nach dem Schluss der Geschichte doch noch eine hübsche Pointe auf.

Fall Guy läuft im Artis Kino und im Haydn Kino in Originalversion.

 

 

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